Richard von Weizsäcker Forum
Das Richard von Weizsäcker Forum versammelt jedes Jahr rund 100 internationale Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Was öffentlich zur Diskussion steht, findet hier ebenso seinen Platz wie das Gespräch, das Vertraulichkeit braucht.
Internationale Zusammenarbeit lebt von Vertrauen. Vertrauen entsteht dort, wo Menschen einander über längere Zeit begegnen, Erfahrungen teilen und auch kontroverse Fragen offen diskutieren können. Das Richard von Weizsäcker Forum schafft dafür einen festen Ort.
Benannt nach dem früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, der die Robert Bosch Stiftung über viele Jahre als Mitglied ihres Kuratoriums begleitet hat, erinnert das Forum an ein Politikverständnis, das dem Gespräch einen eigenen Wert beimisst. Es setzt voraus, unterschiedliche Erfahrungen miteinander in Beziehung zu setzen, Widerspruch auszuhalten und das eigene Urteil immer wieder neu zu bilden.
Das Forum bringt Menschen aus unterschiedlichen Teilen der Welt zusammen. Es folgt der Überzeugung, dass wir die Herausforderungen unserer Zeit nur verstehen können, wenn wir lernen, die Welt auch mit den Erfahrungen anderer zu sehen.
Forging Partnerships and Building Alliances
Wir leben in einer Zeit tiefgreifenden Wandels. Die internationale Zusammenarbeit gerät unter Druck, demokratische Systeme können nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden und geopolitische Gewissheiten verschieben sich. Vieles, was lange Zeit als stabil galt, muss neu gedacht werden. Gerade in solchen Zeiten stellen sich Fragen nach Partnerschaften und Bündnissen auf völlig neue Weise. Unter dem Leitthema „Forging Partnerships and Building Alliances“ (Partnerschaften schmieden und Allianzen aufbauen) widmet sich das Richard von Weizsäcker Forum 2026 der Erforschung dieser Fragen.
Im Mittelpunkt stehen dabei die Verschiebungen globaler Machtverhältnisse, die Resilienz demokratischer Gesellschaften, die Neuverhandlung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Wohlstand und Klimakrise sowie die politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Technologien. Das Ziel ist jedoch nicht die Analyse allein; es geht vielmehr auch um die Suche nach neuen Formen der Zusammenarbeit in einer Welt, die komplexer, konfliktreicher und zugleich interdependenter geworden ist.
Das diesjährige Forum findet vom 5. bis 8. Oktober statt.